
Die ungewöhnliche Atmosphäre in der Geisterbahn (Lichtverhältnisse,
Geräuschkulisse, verschlungen Wege, und menschenähnliche Puppen) war eine
besondere Herausforderung für die Hunde und ihre Führer, die dort nach
verborgenen Menschen als „Rettungsopfer“ suchten.


Die Mitglieder der Hunderettungsstaffel Harburg stellen
sich selbst und ihre
eigenen Hunde zur Verfügung. Sie haben Prüfungen abgelegen müssen und gehören
zum staatlichen Rettungswesen. Im Gegensatz zu großen Organisationen bezahlen die
Mitglieder ihre Ausbildung und die ihrer Hunde selber. Die Ausbildung für Mensch
und Tier kosten rund 5000€. Ein Zeichen für den Enthusiasmus und
Gebebereitschaft der Hundeführerinnen und Hundeführer die sich durch staatliche
Prüfung bewähren müssen.
Das Hamburger Abendblatt dokumentierte (mit Bild auf
der Titelseite) diese Aktion sehr ausführlich. Dies und eine Sendung des NDR
Hamburg sorgte für Interesse und lenkte die Aufmerksamkeit auf ehrenamtliche
Helferinnen und Helfer die im Eingangsbericht und im Wetterbericht agierten.
Auch die Schausteller des Hamburger Dom freuten sich über die farbige
Darstellung der Aktion und dankten dafür.

Für Gaby Wrage und mich, als Helfer der Freiwilligenbörse Hamburg, war es ein spannendes und
ergreifendes Erlebnis an das wir noch lange gern zurückdenken werden.

Weitere Unterstützung sucht die Rettungshundestaffel Harburg über unsere
Datenbank www.eaktivoli.de
unter diesem Link:
Bitte hier
klicken
Artikel des Abendblattes:
Immer
der Nase nach! Lenin weiß genau, wo es langgeht. Die Anhöhe hinauf, am Drachen
vorbei bis zum Friedhof. Hier irgendwo befindet sich das Opfer. Irgendwo
zwischen den Grabsteinen, Särgen und den ganzen unheimlichen Wesen. Doch Lenin
lässt sich weder von Fledermäusen noch Zombies ablenken. Zielstrebig steuert er
die am Boden liegende Frau an und bellt laut, damit sein Herrchen sofort weiß,
wo er sich befindet. Nämlich mitten in einer Geisterbahn auf dem Hamburger Dom -
bei einer Übung der Rettungshundestaffel Hamburg Harburg. In der
"Geisterschlange" auf dem Heiligengeistfeld haben am Sonntag acht
Rettungshundeführer und ihre Vierbeiner den Ernstfall geprobt
Ein Hund in der Geisterbahn? Das klingt zwar wie der Elefant im Porzellanladen -
ist aber alles andere als ein tierischer PR-Gag. Denn mit dem Training an
ungewöhnlichen Orten werden die Rettungshunde auf lebensrettende Einsätze
vorbereitet. "Hunde lernen über Bilder. Je mehr Bilder - und Umgebungen - sie
kennen, umso besser sind sie", sagt Thomas Wegner, zweiter Vorsitzender der
Rettungshundestaffel - und Herrchen von Viszla-Rüde Lenin. Der
zweieinhalbjährige ungarische Vorstehhund macht seit 2006 eine Ausbildung zum
Rettungshund und steht kurz vor der Abschlussprüfung. Zwei Jahre lang haben Hund
und Herrchen zweimal pro Woche trainiert, damit sie später überall dort helfen
können, wo Menschen in Gefahr sind.
Entsprechend routiniert reagierte Lenin auf den ungewohnten Einsatzort und
erfüllte vorbildlich seine Aufgabe: zwischen Geistern und Gespenstern eine
"verloren gegangene Person" ausfindig machen. Ein Kinderspiel für Lenin, der
zusammen mit den anderen Mitgliedern der Rettungshundestaffel schon auf
Flugzeugen und Schiffen trainiert hat - um im Notfall auch auf mehreren
Zehntausend Quadratmetern einen vermissten Menschen ausfindig zu machen.
Doch nicht alle Vierbeiner konnten sich mit dem ungewöhnlichen Einsatzort
anfreunden. Der Hündin Ronja jagte die schaurige Umgebung einen so großen
Schrecken ein, dass sie die Geisterbahn zuerst gar nicht betreten wollte - sehr
zur Freude von Betreiber Emil Lehmann, der der Rettungshundestaffel sein
Fahrgeschäft für die Übung zur Verfügung gestellt hatte und stolz darüber war,
wie gruselig die "Geisterschlange" auf einige wirkte. Allerdings ist Ronja auch
erst zehn Monate alt und am Beginn der Ausbildung. "Man könnte sagen, sie geht
noch in den Kindergarten", sagt Besitzerin Martina Grinnus. Sie ist sich jedoch
sicher: "Beim Winterdom lässt sie sich von dem Hokuspokus schon nicht mehr
abschrecken."
Nach der Übung in der Geisterbahn fuhr die Rettungshundestaffel noch eine
Runde mit dem Riesenrad. Aber nicht zur Übung, sondern zur Belohnung. Nur Ronja,
die blieb lieber draußen.
Die Rettungshundestaffel Harburg freut sich über neue Mitglieder.
Trainiert wird mittwochs um 19 Uhr in Wilhelmsburg (Alte Schleuse 23). Infos
unter der Telefonnummer 040-745 77 39.